Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und zahnärztliche Materialkunde
An unserer Klinik werden Patienten mit Bedarf an Rekonstruktionen mit komplexer Ausgangslage und ästhetisch hohen Ansprüchen versorgt. Zur Verankerung der Versorgungen werden je nach Ausgangssituation zahnärztliche Implantate gesetzt.
Die Klinik übt einen Aus-, Fort-, Weiterbildungs- und Forschungsauftrag aus.
Die Fortbildungen der Abteilung sind vor allem auf den Gebieten der vollkeramischen Restaurationen, der adhäsiven Zementierung, der Implantologie und der ästhetischen Mukogingival-Chirurgie. Fortbildungskurse finden hauptsächlich am ZZM statt. Eine einwöchige Fortbildungswoche in Pontresina fasst sämtliche Aspekte der zahnärztlichen Fortbildung im Gebiet der Kronen-und Brückenprothetik, Materialkunde und Implantologie zusammen. Weitere Präsentationen werden überdies in der ganzen Welt von verschiedenen Referenten gehalten.
Klinische Forschung Materialien
- Die klinische Forschung auf dem Gebiet der Kronen- und Brückenprothetik beschäftigt sich mit der Frage, in welchen Anwendungsbereichen in Zukunft auf Metalle für die Herstellung von zahn- und implantatgetragenen Rekonstruktionen verzichtet werden kann. Zudem werden neue, computergesteuerte Abformungs- und Fertigungsverfahren (CAD/CAM) getestet.
Vollkeramische Systeme
- Neue, sehr stabile Hochleistungskeramiken wie z.B. Zirkonoxid ermöglichen Vieles, was mit herkömmlichen Keramiken nur bedingt möglich gewesen wäre. Das keramische System aus Zirkonoxid wird daher intensiv auf seine Tauglichkeit als Gerüstmaterial für Kronen- und Brückenkonstruktionen und für Implantatrekonstruktionen in zahlreichen klinischen und materialkundlichen Studien und getestet. Sobald die bisher sehr viel versprechenden klinischen Tests abgeschlossen sind, könnte dieses System als das weltweit erste kliniktaugliche, universelle vollkeramische System eingesetzt werden.
Minimalinvasive Rekonstruktionen
- Die Klinik und Forschung um vollkeramische Rekonstruktionen fokussiert zudem auf die Entwicklung zahnschonender, minimal-invasiver Konzepte für die Verbesserung der Ästhetik der Zähne auf der Basis der adhäsiven Befestigungsverfahren. Dabei kommen hauchdünne, vollkeramische Schalen, so genannte Additional Veneers oder Etch Pieces zum Einsatz, für die keine oder kaum Beschleifen der Zähne nötig ist. Vollkeramische Klebebrücken ermöglichen in vielen Fällen den Ersatz fehlender Zähne fast ohne Beschleifen der Nachbarzähne. Die mittelfristigen klinischen Resultate mit diesen Versorgungen sind sehr viel versprechend.
Implantologie/Mukogingivale Chirurgie
- Im Bereich der Implantologie sind die Studien über die Sofortbelastung von Implantaten, die Messbarkeit der Implantatbelastbarkeit direkt nach Implantation, die Entwicklung verbesserter Implantatgeometrien, die Stimulierung des Knochenwachstums in der Einheilphase von Implantaten und über neue Membranen in vollem Gange. Zusätzlich werden die mukogingival-chirurgischen Techniken bei der implantologischen wie auch der parodontal-ästhetischen Eingriffe laufend verfeinert.
- Das Weichgewebemangement um Zähne und Implantate hat ist in den letzten Jahren zu einem Fokus der zahnärztlichen Forschung geworden. Neue Materialien und Techniken sollen es erlauben, auf körpereigenes Gewebe zu verzichten und helfen damit, postoperative Beschwerden zu verringern. Die Klinik beteiligt sich in Zusammenarbeit mit Industrie und Partneruniversitäten aktiv an der Entwicklung neuartiger kollagener Materialien zum Ersatz des körpereigenen Bindegewebes.
Schablonengeführte Chirurgie «Guided Surgery»
- Verschiedene Systeme zur computerunterstützten, Schablonen geführten Implantation werden untersucht und laufend weiterentwickelt. Ebenso werden dreidimensionale qualitative und quantitative Volumenveränderungen an Weich- und Hartgeweben untersucht.
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